1941 war alles noch ein bisschen anders

Der 4. Mai 1941 geht als denkwürdiges Datum in die Schwingergeschichte ein. „Zum ersten Mal fand in der engeren Heimat des Schwingens und vieler Schwingerkönige, im Trueberland, ein bedeutendes Schwingfest statt“, notierte das Emmenthaler Blatt. Das Fest lockte die Zuschauer in Massen nach Trub. Viele Anreisende seien mit Pferd und Wagen am Bahnhof Trubschachen abgeholt worden, ist in der Chronik des Schwingklubs Trub nachzulesen. Extrafahrten mit dem Postauto waren wegen des Brennstoffmangels im Zweiten Weltkrieg nicht möglich.

Zur Freude der einheimischen Zuschauer konnten sich die Athleten vom Schwingklub Trub gut in Szene setzen. Karl Röthlisberger musste sich erst im Schlussgang gegen den Eggiwiler Fritz Dubach geschlagen geben, und Ernst Zaugg belegte den zweiten Rang. Die Fest-Einnahmen füllten die Kasse des Schwingklubs: Mit dem Geld konnte im Gasthof Löwen ein Schwinglokal mit Sägemehl und einer Duschanlage eingerichtet werden.

Die Organisation des Emmentalischen Schwingfests 1941 war noch etwas weniger umfangreich als heute. Der teuerste Sitzplatz kostete 3 Franken – was für damalige Verhältnisse allerdings ein stolzer Preis war. Und für die Velos wurde eine Parkgebühr von 30 Rappen erhoben. Diese und andere interessante Müsterchen lesen wir im Festführer zum „Emmentalischen“ 1941 nach. Daniel Fankhauser hat das Faltblatt im Archiv aufgestöbert und uns zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank! (mz)

Der Festführer von 1941: