Harri Pesonen, der Weltmeister

Harri Pesonen schreibt Geschichte: Er ist der erste Eishockey-Weltmeister, der Munigötti bei einem Emmentalischen Schwingfest wird.

Final der Eishockey-Weltmeisterschaft 2019 in Bratislava. Finnland gegen Kanada. Das Spiel wogt hin und her. Vier Minuten vor Schluss, es steht 2:1, kommt der Finne mit der Rückennummer 82 an den Puck. Harri Pesonen. Er fährt der Bande entlang, zieht leicht gegen die Mitte, schiesst – und der Puck zappelt im Netz. Es ist die Entscheidung. Die Finnen, angereist ohne grosse Stars und mit entsprechend wenig Kredit, werden Weltmeister. Der Jubel ist grenzenlos, auf dem Eisfeld, auf den Zuschauerrängen im Stadion, daheim in Finnland. Und auch manch ein Emmentaler wischt sich daheim vor dem Fernseher eine Freudenträne von der Wange.

Denn die Emmentaler haben Harri Pesonen in ihr Herz geschlossen. Vor gut einem Jahr ist der Finne zu den SCL Tigers gestossen. Der leichtfüssige und kreative Stürmer war einer der Hauptgründe dafür, dass die Langnauer Hockeyaner letzten Winter die beste Saison seit bald 40 Jahren spielten. Mit harter Arbeit und einem bemerkenswerten Teamgeist beeindruckten sie Fans wie Experten. „Wir nahmen beim Blocken der Schüsse extreme Schmerzen in Kauf. Und vor allem waren wir demütig, auf und neben dem Eis“, erklärte Harri Pesonen diesen Sommer in einem Interview.

Arbeit, Teamgeist, Demut: Diese Werte zählen auch im Schwingen. Deshalb ist Harri Pesonen ein perfekter Götti für den Siegermuni des Emmentalischen Schwingfests 2020 in Trubschachen. An der Munitaufe am 31. August konnte der 31-Jährige nicht dabei sein, weil er mit den SCL Tigers unterwegs war. Er wird den Siegermuni aber bei anderer Gelegenheit besuchen, zusammen mit Gotte Michelle Moser und dem anderen Götti Heinz Habegger. Wir freuen uns schon jetzt darauf. (maz)

Der WM-Final inklusive Harri Pesonens Tor: