Jodlertreffen 2011 in Schangnau

Der Jodlerklub Hohgant Schangnau organisierte das 42. Oberemmentalische Jodlertreffen. Auf dem Festgelände bei der Käserei Thal standen nicht nur Jodlerinnen und Jodler im Rampenlicht. Eine echte Emmentaler Alpabfahrt erfreute die Besucher. Angeführt wurde sie von einem stattlichen Muni, gefolgt von den treichel- und glockentragenden Kühen und dem Jungvieh. Den Abschluss bildete ein Pferdefuhrwerk mit dem sogenannten „Zügel“, den auf der Alp verwendeten Habseligkeiten.

Älplerleben und Jodelgesang sind eng miteinander verbunden. Bei grossen Anlässen der Schangnauer Jodler gehört es deshalb zur Tradition, dass eine echte Alpfahrt das Programm bereichert. Bis es aber jeweils soweit ist, muss einiges getan werden. Das Amt des Kühers übernahm Hansruedi Marti vom Hof Widem zusammen mit seinen Söhnen Daniel und Fritz. Unterstützt wurden sie von ihren Familien und Freunden.

Dass das Jodlertreffen ein Anlass für Alt und Jung ist, zeigte sich am Sonntag. Angelockt vom Küher fanden sich schon früh viele Familien mit Kinder und Jodlerfreunde ein. Nach dem Spektakel mit dem Vieh wurde im Festzelt vielfältige Jodlerkost geboten. Durch das Programm führten fünf Trachtenmädchen. Sie erfreuten das Publikum mit ihren frischen und natürlichen Ansagen. Zwischenzeitlich ging der Jodelgesang fast im Lärm des Festbetriebes unter. Mit einem kräftigen „Scht…!“ via Mikrofon wurde für eine ruhigere Atmosphäre gesorgt. Zum Abschluss ertönte im Gesamtchor das Lied „Chüejerläbe“ von Adolf Stähli. So fand ein rundum gelungener Anlass sein Ende.

Text: Wochen-Zeitung
Bilder: Jodlerklub Schangnau