Jodlertreffen 2014 in Röthenbach

Der Jodlerklub Röthenbach feierte seinen 75. Geburtstag mit einem dreitägigen Fest. Den Auftakt bildete am Freitag der Jubiläumsabend. Emotionsvoll und mit viel Schalk blickte das Aktivmitglied Walter Stucki auf die Geschichte zurück. Sein Grossvater, welcher ebenfalls Walter Stucki hiess, wurde 1939 von der Käsereigenossenschaft angefragt, ob er nicht für die Verabschiedung des Käsers „etwas mit Jutzen und Singen“ auf die Beine stellen könnte. Da Walter Stucki bereits längere Zeit mit der Gründung einer Jodlergruppe geliebäugelt hatte, packte er die Gelegenheit beim Schopf und suchte acht Männer, die er auf Anhieb auch fand. Er selber übernahm die Aufgaben des Oberjodlers sowie des Dirigenten. Nach nur zwei Wochen Üben hatten die Männer ihren ersten öffentlichen Auftritt. Nun stand der Gründung des Jodlerklubs Röthenbach nichts mehr im Wege.

Nachdem Walter Stucki dem Klub während 40 Jahren als Dirigent vorstand, wurde die Leitung von 1979 bis 1991 durch seine Tochter Helene Aeschlimann übernommen. Während drei Jahren führte dann Marianne Aebischer dieses Amt aus. Ab 1994 wurde der Klub durch Paul Baumgartner dirigiert. Seit 2008 werden die Lieder und Jutze nun mit Margreth Mutzner einstudiert.

Am Samstag fand in Röthenbach das 14. Bernisch-Kantonale Nachwuchstreffen statt, an dem 22 Gruppen auftraten. Am Sonntag trafen sich dann 25 Jodlergruppen, zwei Nachwuchsgruppen sowie eine Kleinformation zum Oberemmentalischen Jodlertreffen. Die Anlässe wurden unter Mithilfe des Trachtenchors Röthenbach, den Turmjutzern sowie unzähligen freiwilligen Helferinnen und Helfern organisiert. Während des ganzen Wochenendes genossen bei strahlendem Spätsommerwetter rund 4000 Personen Jodlerkost vom Feinsten.

Text: Wochen-Zeitung
Bilder: Jodlerklub Röthenbach, Monika Zürcher