Jodlertreffen 2017 in Zollbrück

Mit urchigen, von Fahnenschwingern begleiteten Alphornklängen wurde das 48. Oberemmentalische Jodlertreffen in Zollbrück eröffnet. Auf die zahlreichen Besucher warteten 28 Formationen, darunter der Jugendjodlerchor Langnau. Für ihren fröhlich-unbeschwerten Vortrag ernteten die Kinder langen Applaus.

Zu Beginn des Konzertes war auch der jubilierende Gastgeber, das 75-jährige Jodlerchörli Moosegg, zu hören. Mit dem gut einstudierten Vortrag von Josef Konrad Toblers „Uf de Bärge“ begeisterten die Mooseggler ihre Zuhörer. Zum Schluss des Treffens traten alle Jodlerinnen und Jodler auf die Bühne und stimmten im Gesamtchor das Moosegg-Lied und das „Chüejerläbe“ von Adolf Stähli an. Adolf Stähli hat dieses Werk den Oberemmentalern gewidmet. Sein Wunsch war es, dass es jedes zweite Jahr am Oberemmentaler Treffen vorgetragen wird.

Im Vorfeld des 75-Jahr-Jubiläums werden beim Jodlerchörli Moosegg Erinnerungen an frühere Zeiten wach. „1976 nahmen wir das erste Mal an einem kantonalen Jodlerfest in Langnau teil und bekamen die Note 2 (gut)“, erinnert sich Walter Siegenthaler. Gerne erinnern sich die Mooseggler auch an das Jahr 1999. Damals schrieb der bekannte Komponist Hannes Fuhrer für das Jodlerchörli Moosegg ein Lied. „Hannes Fuhrer traf sich mit vier Chormitgliedern in den frühen Morgenstunden. Dann wanderte die Gruppe rund um die Moosegg und fand im ersten Tageslicht Inspiration“, erzählt Siegenthaler. Entstanden ist aus diesem Treffen eines der bekanntesten Jodellieder, „E Hand voll Heimatärde“ von Hannes Fuhrer. In der ersten Strophe klingt das Erlebte von diesem Morgen an: „Ganz lys erwacht e junge Tag.“

Text: Wochen-Zeitung
Bilder: Monika Zürcher, Jodlerchörli Moosegg