Emmentalisches 1985 in Kröschenbrunnen

  • Fritz Lehmann bezwingt im Anschwingen Hansueli Mühlethaler.
  • Johann Santschi gewinnt den vierten Gang gegen Franz Schöpfer.

Zum zweiten Mal fand in Kröschenbrunnen ein grosses Schwingfest statt. 165 Jahre nach dem legendären Kampf zwischen „Seltenbach Jäggel“ und dem „grossen Waldi“, war das Dorf an der Grenze zum Kanton Luzern am 7. Juli 1985 Schauplatz des Emmentalischen Schwingfests. 231 Athleten traten an. Petrus zeigte sich den Organisatoren wohlgesinnt und liess nach Nebelschwaden am Morgen rechtzeitig für den Ausstich die Sonne scheinen, was am Nachmittag die stattliche Zahl von 4000 Zuschauern zu den Sägemehlringen strömen liess.

Für den Schlussgang qualifizierten sich die beiden meistgenannten Favoriten Niklaus Gasser und Johann Santschi. Ehe der Kampf richtig begonnen hatte, war er auch schon zu Ende: Der an diesem Tag allen Gegnern überlegene Gasser zog sofort kurz an und legte Santschi ins Sägemehl. Durch Festhalten und Überdrücken sicherte sich der Bäriswiler den Tagessieg und damit den ersten Preis: ein Tisch mit vier Stabellen.

Auch das Schweizer Fernsehen entsandte eine Filmequipe, die Aufnahmen für das „Sportpanorama“ und den „Sport am Wochenende“ machte und damit Kröschenbrunnen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machte.

Text: Wochen-Zeitung
Bilder: Wochen-Zeitung, Schwingerkalender

  • Der Schlussgang: Wuchtig reisst Niklaus Gasser seinen Gegner Johann Santschi hoch.
  • Hansruedi Sommer (unten) trotzt in scheinbar hoffnungsloser Lage Fritz Lehmann.